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Review

Aaron Ahrends – Brief Embrace EP

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Normalerweise sind mir Reviews, die bereits vor Veröffentlichung erscheinen, eher suspekt, zumal die Masse der Reviews erstaunlich ist. Musik braucht meiner Ansicht nach in den meisten Fällen eine gewisse Zeit, um wirklich den Weg ins Gehör und noch weiter in den Körper zu finden. Zumindest dann, wenn man sich journalistisch damit auseinander setzen möchte (manche müssen ja, obwohl sie eigentlich nicht möchten – das aber gehört eher in einen anderen Beitrag).

Es gibt mitunter aber auch Veröffentlichungen, mit denen man sofort „in love“ ist. Zu dieser Musik zählt für mich die „Brief Embrace EP“ von Aaron Ahrends, die mich schon beim ersten kurzen Hören beeindruckt hat. In solch einem Fall kann und sollte man darüber auch schreiben…

Der in Berlin geborene, in Den Haag Musik studierende Ahrends liefert mit dieser EP eine hervorragend produzierte erste Veröffentlichung (sic!) auf dem hierfür bestens geeigneten Label &nd (früher Playmade). In vielen, vielleicht allen Stücken werden analoge Instrumente mit elektronischen Klängen kombiniert, ohne dass man diesen Ansatz als „zu gewollt“ oder ähnlichem wahrnehmen würde. Ganz im Gegenteil: ich hatte bereits beim ersten Hören das Gefühl, dass alles, was auf dieser EP musikalisch passiert, genau so und nicht anders sein sollte.

Herausragend ist für mich „Little Things“, das in der digitalen Veröffentlichung mit einem zusätzlichen Remix von Coma den Weg auf die Tanzflächen ganz sicher finden wird – wobei dafür eigentlich schon das Original oder aber der Remix von Gunjah sorgen dürfte. Gunjah wird sehr dunkel und treibend, technoid fast, während Coma den etwas discoideren Weg einschlägt. Beide Interpretationen sind jedenfalls sehr gelungen.

„Newborn“, der erste Track, hat mich sofort von der Musikalität überzeugt, mit der Aaron Ahrends ans Werk geht. Er bedient sich aus den 60ern, den 70ern und wer weiß, wo sonst noch. Der Titelsong „Brief Embrace“ sowie auch „Casiotone 401“ sind Instrumentalstücke, auf denen Ahrends allerdings auch seine Stimme als Sample einsetzt.

Beeindruckend ist für mich nach mehrmaligem Hören der EP die Spannung zwischen einerseits der Zerbrechlichkeit der Stücke selbst (insbesondere, wenn Ahrends mit Gesang dabei ist) und andererseits der Stärke der Produktionen. Hier sind die Sounds dort, wo sie hingehören, hervorragend herausgearbeitet und ausproduziert. Das sind keine schwachbrüstigen Basslines und Kicks, die das Fundament bilden – nein: hier ist geballte und sinnvoll dosiert eingesetzte Kraft am Werke, die einen wundervollen Kontrast zu den Harmonien und Melodien der Instrumente und Stimme darstellt.

Für mich ist die „Brief Embrace EP“ von Aaron Ahrends eine der besten Veröffentlichungen der letzten Monate und wird sicherlich eine der besten des Jahres 2014.

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